Schulstress ist Familienstress. Kennst Du das auch auch? Wir Mütter wollen meist, dass unsere Kinder erfolgreich durch die Schule kommen. Wenn die Noten nicht stimmen, unterstützen wir sie, fahren sie zur Nachhilfe, hören Vokabeln ab und helfen vor Schulaufgaben. Trotzdem klappt es nicht. Wir fragen nach, treiben an, doch die Kinder haben einfach keine Lust zum Lernen.

Stress entsteht, die Noten werden schlechter. Wir Mütter bekommen im Job ein schlechtes Gewissen, weil wir denken, wir müssen unsere Kinder besser unterstützen. Wenn dann zu allem Überfluss noch dein Umfeld in diese Richtung argumentiert, ist das Maß voll. Wenn Du keine Nerven hast, diesen Zustand weiter mitzumachen, kannst du das ändern. Wenn du willst, dass Dein Kind endlich selbständig lernt, zeige ihm, wie man effizient lernt. Dann können sich die Mütter auf ihre Arbeit, die Kinder auf die Schule konzentrieren. Die Freizeit wird entspannter, mit weniger Streit.

Welcher Lerntyp ist Dein Kind?  hier kostenlosen Lerntypen-Test anfordern

Zuerst solltest du herausfinden, welcher Lerntyp Dein Kind ist. Wer seine bevorzugten Lernkanäle kennt, kann viel Zeit und Energie sparen. Dabei gilt allerdings immer: Menschen sollen mit allen Sinnen lernen, verschiedene Strategien für unterschiedliche Aufgaben nutzen und dabei immer mehrdimensional arbeiten. Denn das Gehirn liebt Abwechslung.

Was merken wir uns am besten? 20 Prozent dessen, was wir gehört haben. 30 Prozent dessen, was wir gelesen oder gesehen haben.  Aber schon 50 Prozent dessen, was wir gehört und gesehen haben. Und ganze 90 Prozent dessen, was wir selbst durchgeführt oder erfahren haben. Was heißt das für das Lernen? Möglichst viel durch Erfahrung und Erleben lernen, hilft den Stoff im Langzeitgedächtnis zu verankern.

Jedes Kind lernt anders

In der Schule bleibt das Lernen durch Erfahrung leider vielfach auf der Strecke. Was ist gefordert? Das Einprägen und Wiederholen von Lerninhalten leider sehr viel häufiger als spannende Lernerfahrungen. In einem Lerntypentest kannst du die Reihenfolge der präferierten Lernkanäle deines Kindes herausfinden. Mit den Ergebnissen bekommst du eine individuelle Strategie für für diesen Lerntyp.

Visuelle Lerner bevorzugen dabei die optische Wahrnehmung. Sie speichern Lernstoff beim Lesen und beim Betrachten von Schaubildern und Filmen. Sie wissen beispielsweise genau, dass die gesuchte Vokabel links unten auf der Seite steht und merken sich Telefonnummern durch Aufschreiben. Geeignete Lernstrategien können hier unzählige Lernvideos auf youtube, Mindmaps und farbig gestaltete Texte und Schaubilder sein. Mit ABC-Listen lernt dieser Lerntyp spielerisch und seiner Phantasie entsprechend kann mit Kopfkino gearbeitet werden. Ein geordneter Schreibtisch ist wichtig, damit der Blick nicht gleich abgelenkt wird. Diese Kinder arbeiten manchmal zu oberflächlich und beteiligen sich mündlich zu wenig, weil ohnehin alles in einem Blick erfasst und klar ist. Da braucht es keine zusätzlichen Erklärungen mehr – so ihre Einschätzung.

Bewegen Schülerinnen die Lippen beim Lesen, lesen sie laut in Gedanken mit und sind auditiv besonders stark. Sie haben normalerweise weniger Probleme in der Schule und kommen hervorragend mit Frontalunterricht klar. Allerdings bereitet ihnen häufig die Rechtschreibung ein Problem, weil sie nach Gehör schreiben wollen. Vor lauter Details verlieren sie gelegentlich den Blick für das Wesentliche, Aufsätze sind gespickt mit Einzelheiten, lassen aber manchmal  den roten Faden vermissen. Vokabel lernen sie gut laut sprechend, am besten laufen sie dazu eine liegende Acht. Alternativ nehmen sie sie auf mp3 auf und hören sie immer wieder an. Zahlen merken sich auditive Lerntypen durch Rhythmus beim Sprechen: Reime, Sprüche, Eselsbrücken finden sie super. Sie lernen meist gut mit leiser Musik, da sie sich sonst durch Nebengeräusche zu leicht ablenken lassen. Wer auditiv nicht gut aufgestellt ist, sollte viele Hörspiele oder Hörbücher anhören, das stärkt den auditiven Kanal, der in der Schule sehr wichtig ist.

Kinästheten müssen Lernen erfahren und tun sich relativ schwer damit im Schulalltag. Sie lieben Experimente, wollen be-greifen, ausprobieren. Rollenspiele, Bastelaufgaben und Lernen durch Nachahmung sind hier die Stichworte. Zahlen merken sich diese Lerntypen mit guten Mnemotechniken. Besonders wichtig für diese Schülerinnen ist eine harmonische Lernumgebung, sie wollen sicher nicht am Schreibtisch lernen, sondern legen sich lieber gemütlich in eine kuschelige Ecke mit ihren Büchern. Eltern sollten das unbedingt zulassen, sonst wird es schwierig mit dem Lernalltag. Sehr häufig hat der Bewegungstyp Lernschwierigkeiten, muss er doch den ganzen Tag wider seine Natur still sitzen und findet in der Schule kaum Anregung. Dabei sind Hüpfball und Trampolin eher sein Metier. Für ihn sind räumliches Lernen mit Bewegung ideal, wo Lerninhalte mit dem Körpergedächtnis abgespeichert werden. Life Kinetic und Bewegungsübungen ergänzen hier das Lerncoaching ideal.

Werden diese Kinder unkonzentriert, müssen sie aufstehen, ein Glas Wasser holen und sich kurz bewegen. Strukturen, Rhythmus, Verben klopfen und alle Übungen für die Konzentration tun ihnen gut. In der Schule erlauben manche Lehrer während der Schulaufgaben einen Kaugummi – und der hilft wirklich. Sonst kann man im Unterricht etwas in die Hand nehmen und kneten, damit die Aufmerksamkeit einigermaßen da bleibt. Da Bewegung für diese Kinder so wichtig ist, sollte hier nie Sport für Lernzeit geopfert werden. Die Stimmung könnte kippen, weil die Schüler immer unruhiger werden und sich immer weniger konzentrieren können.

Der kommunikative Lerntyp lebt im Austausch und in der Diskussion mit anderen auf. Diese Jugendlichen arbeiten am besten, wenn sie anderen erklären, wie etwas funktioniert, den Stoff in der Gruppe erarbeiten. Quiz und Interview sind passende Lernstrategien.

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Nicht immer ist alles richtig ?

Je nach Lerntyp entstehen Präferenzen auch für verschiedene Fächer, Medien und Ansätze. Entspricht der auditiv-visuell orientierte Schulunterricht so gar nicht den eigenen Vorstellungen vom Lernen, ist am Nachmittag Kreativität gefragt, um die Motivation aufrechtzuerhalten. Und ganz wichtig für Eltern: Nicht was bei einem Kind funktioniert, ist für das nächste ebenfalls richtig. Lernen ist individuell und erfordert kreative, phantasievolle Wege, manchmal auch Coaching, wenn Familien alleine nicht weiterkommen oder zu viel Stress entsteht. Schließlich muss man für die Schüler auch noch die unterschiedlichen Fächer entsprechend bedienen, bis eine rundum ausgetüftelte Strategie steht.

Teste mit dem kurzen Lerntypentest, wie Dein Kind dasteht. Dann könnt Ihr verschiedene neue Lerntipps ausprobieren und schauen, was taugt. Dabei stets ein bisschen Geduld haben, nicht alles klappt auf Anhieb. Und je nach Fach und Neigung die verschiedenen Punkte umsetzen. Der allerwichtigste ist dabei: Es muss DeinemKind gefallen. Meist probieren die Schüler aber gerne neue Ideen aus, entwickeln sie auch weiter und finden so ihre passende Strategie für den Schulalltag. Eine ausführliche Analyse auch mit Hilfe von wingwave und kinesologischem Muskeltest erarbeite ich individuell auch per Skype, ebenso spezielle Problemstellungen.

Verantwortung übergeben

Hat man die passende Strategie gefunden, gilt es die Verantwortung für’s Lernen langsam an das Kind zu delegieren. Verantwortung übernehmen ist nicht leicht und oft auch nicht sehr populär. Die Schüler sehen bei vielen Erwachsenen, dass auch diese nicht für ihre Projekte, ihre Wünsche, ihre Ansichten einstehen. Oft fehlt der Mut, manchmal die Energie. Verantwortung ist nicht immer bequem. Gerade deswegen ist es umso wichtiger, dass wir ihnen beibringen, für ihre Belange einzustehen. Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen, Wurzeln und Flügel. Daran hat sich seit Goethe nichts geändert. Wurzeln, also Basiskenntnisse, Fähigkeiten, Werte und Arbeitsweisen haben wir ihnen vermittelt. Jetzt geht es um die Flügel, sie müssen alleine lernen. Wir gehen weg vom Helikopter-Elterndasein und vermitteln ihnen, dass sie selbst ihren Weg finden müssen, erwachsen werden. Irgendwann in der Mittelstufe ist man an diesem Punkt.

Wir sollten ihnen bis zu dieser Zeit vermittelt haben, was uns wichtig ist. Welche Eigenschaften, Werte, Fähigkeiten im Leben zählen. Uns selbst muss klar sein, was wir für sie erreichen wollen und was wirklich wichtig ist. Eltern verabschieden sich an diesem Punkt ein Stück weit von ihrem Perfektionismus und verlieren ein Stück weit die Kontrolle über ihre Kinder. Das ist gut so. Wir haben über viele Jahre bestimmt, wie das Leben der Kinder abläuft. Wenn etwas nicht funktioniert hat oder schwierig war, haben wir es für unsere Söhne und Töchter erledigt. Sie konnten sich darauf verlassen, dass wir hinter ihnen stehen, dass wir da sind und jederzeit helfen.

Verantwortung übernehmen  fängt irgendwann an mit der Ordnung im Zimmer und hört mit der Verantwortung für das eigene Leben auf. Das Lernen kommt irgendwo dazwischen. Auch hier kann man in Ruhe klären, was die Ziele sind, wo das Kind hin will und ihm dann nach und nach Aufgaben übertragen, die es selbst erledigen und entscheiden kann. Das Zepter übergeben, heißt natürlich nicht, sich gar nicht mehr zu kümmern oder die Kontrolle vollständig zu verlieren.

Gute Mütter und auch Väter sind immer da für ihre Kinder, aber sie nehmen ihnen nicht alles ab. Damit reduzieren sich Stress und Streit, und die Söhne und Töchter bekommen die Gewissheit, dass wir ihnen auch etwas zutrauen. Wenn sie uns brauchen, sind wir da. Aber wir nerven nicht mehr, drängeln nicht mehr, zwingen sie nicht zu ihrem Glück. Ob es funktioniert? Das ist ein Lernprozess. Dabei müssen die Kinder auch lernen, mit Misserfolgen klar zu kommen. Auch hierfür die Verantwortung zu übernehmen und sie nicht Lehrern, der Schule, dem Fach zuzuschieben. Mehr und mehr entscheiden sie selbst. Das gibt ihnen und uns ein Gefühl der Freiheit. Sie haben es in der Hand, was mit ihnen passiert. Können aber auch keinem die Schuld in die Schuhe schieben.

Nehmen Kinder ihr Lernen selbst in die Hand, können sie es auch gestalten und den Erfolg genießen. Und wir Mütter übernehmen unsere Verantwortung im Job ohne schlechtes Gewissen. Mit dem Wissen, dass zuhause alles klappt. Wenn du diesen Weg nicht alleine gehen willst, melde Dich bei mir zu einem kostenlosen Strategiegespräch an. Dabei finden wir heraus, wo Eure Problematiken liegen und wie ihr den Weg zu einem schulstress-freien Familienleben findet. Einfach per Mail an petra@petratrautwein.com

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