Ernährung für Kinder

Isst du einmal pro Woche fettreichen Fisch oder Seefischkonserven?

Bekommst du genug Alpha-Linolensäure aus Omega-3-haltigen Ölen?

Gleichst du Omega-3-Mangel mit täglichen, gut dosierten Omega-3-Kapseln aus?

Viele Faktoren haben Einfluss auf die Konzentration und den Lernerfolg deines Kindes – zum Beispiel Bewegung, die richtige Lerntechnik aber auch die Ernährung. Immer wieder wird die Frage, ob Vitalstoffe das Lernen unterstützen unter Hirnforschern und Ernährungswissenschaftlern, Ärzten und anderen Fachleuten diskutiert. Wenn es funktionieren würde, wäre dies in meinen Augen sensationell. Deswegen habe ich mich intensiv mit der Materie auseinandergesetzt und bin auf einige wichtige Anstöße zum Thema Lernen gestoßen.  Mittlerweile haben einige Vitalstoffe den Weg in unseren Küchenschrank gefunden, obwohl ich dies vor einiger Zeit noch vehement abgelehnt hätte. Die Argumente sprechen meiner Meinung nach für sich und haben mich überzeugt.

 

Fit mit Fett

Wie gute Fette Gehirn, Herz und Gewebehormone fit machen, zeigen Dr. Ulrich Strunz und Andreas Jop in ihrem Bestseller „Fit mit Fett“.  „Schluss mit der fettarmen Ernährung:  Spannend recherchierte Fakten rücken Fette in ein neues Licht. Die Autoren zeigen, wie Smart-Fette Denkleistung und Konzentration verbessern, die Gehirnalterung verlangsamen, das Herz gesund halten, bei Depressionen und ADHS eingesetzt werden.“, verheißen die Buchbesprechungen und daher habe ich das Buch im Hinblick auf das Thema Lernen, Konzentration und ADHS studiert (vor allem die Seiten 114 bis 130).

Monatelang war Fit mit Fett auf den Bestsellerlisten von Focus und Stern; die Bild-Zeitung druckte eine fünfteilige Serie daraus ab. Viele der im Buch präsentierten Forschungsergebnisse haben sich seit der Erstauflage bestätigt. Vor allem hinsichtlich der Bedeutung von Omega 3 ist es seither zu einem revolutionären Umbruch in der Forschung gekommen. Dargestellt werden die Wirkungen von Omega-3-Fetten auf die Leistungsfähigkeit des Gehirns, gegen den altersbedingten Abbau der Gehirnmasse, für den Schutz vor Demenz und Alzheimer und für den erfolgreichen Einsatz bei Depressionen und ADHS.

60 Prozent des Gehirns bestehen aus Fett. 30 Prozent davon ist DHA, ein Omega-3-Fett und Baustoff für Gehirnwachstum in jedem Alter: Es verbessert die Lernfähigkeit, wirkt bei ADHS und bremst den geistigen Abbau im Alter.

Daher brauchen wir ständig Nachschub an diesen wichtigen Baustoffen, das ganze Leben lang. Bei Omega-6-Fetten, die ebenfalls wichtig sind, ist das kein Problem: Sie sind ausreichend in der Nahrung vorhanden. Anders die Omega-3-Fette, die sind echte Mangelware im Speiseplan westlicher Kulturen.

Forscher waren lange der Meinung, dass das Gehirn sich im Alter nicht weiterentwickelt, vielleicht sogar schrumpft. Das ist falsch, so die Autoren: Es erweitert und vernetzt sich ständig und braucht hierfür bestimmte Fette als Baustoffe. Jeder Lernprozess ist ein neues Vernetzen und Verästeln, also braucht Lernen auch diese Fette.  Sie sorgen dafür, dass elektrische und chemische Impulse im Gehirn mit der optimalen Geschwindigkeit weitergegeben werden.

 

(Aus)Wirkung von Omega-3-Fetten

30 Prozent des Gehirnfetts ist DHA – ein Omega-3-Fett. Dieses ist entscheidend für den Aufbau und das Wachstum von Neuronen und Synapsen des Gehirns. Es beeinflusst die Schnelligkeit der Nervenübertragung, verbessert die Lern- und Konzentrationsfähigkeit und erhält das Gehirn im Alter. Es verlangsamt den geistigen Verfall und beugt Depressionen vor. Studien haben gezeigt, dass die Einnahme von DHA eine deutliche Beschleunigung der Impulse beim Lernen zur Folge hat. Die Einnahme von DHA über sechs Monate verbessert das Arbeitsgedächtnis von jungen Erwachsenen, so die Universität Pittsburgh.

Lernschwierigkeiten und ADHS als Folge falscher Ernährung 

Unter anderem benötigen vor allem Jugendliche und Kinder viel DHA. Bereits bekannt ist, dass hyperaktive Kinder von DHA profitieren. Für eine gute Denk- und Lernleistung braucht man über Jahrzehnte alle Baustoffe, die für diese Spitzenleistung wichtig sind.

Warum? Das Gehirnfett DHA beeinflusst das menschliche Verhalten. Viele Eltern und Lehrer stellen fest, dass Kinder zunehmend unkonzentrierter, unruhiger und aggressiver werden. Dies sind auch die Leitsymptome von ADHS, Lernschwierigkeiten sind also typisch. Warum hat die Diagnose ADHS in den letzten Jahren ständig zugenommen? Ein Grund ist die Auswirkung der Ernährung, sagen die Autoren.  Studien zeigen, dass eine Omega-3-arme Ernährung das Risiko für ADHS verdoppelt. Andere Studien zeigen, dass ADHS-Kinder niedrigere Omega-3-Werte haben als andere Kindern. Und 16 Studien zeigen sogar, dass die Omega-3-Gabe ADHS-Symptome verbessert.  Die Autoren hinterfragen auch, warum dies so wenig bekannt sei. Ihre These: Die Ergebnisse stehen gegen die Interessen der Pharma-Industrie. ADHS ist ein Milliardengeschäft für die Pharmaindustrie. Dopamin und Noadrenalin haben die gleiche Wirkung wie Omega-3-Zufuhren, so Jopp und Strunz in ihrem Buch.

 DHA und Stress

Gerade unter Stress, wo wir eigentlich unseren Frieden haben wollen, wird viel DHA aufgebraucht und dies kann zu aggressivem Verhalten führen. Hier gibt es Studien, die die positive Wirkung belegen, ebenso wie bei Angstzuständen beispielsweise in Prüfungssituationen, wo zunehmend Omega-3 eingesetzt wird und der Erfolg ebenfalls in Studien bewiesen wurde. Unsere Kinder leiden zunehmend an Schulstress und Prüfungsangst. Entweder hat die schlechtere Vitalstoffversorgung in der Nahrung dazu geführt, dass Stress nicht mehr abgepuffert werden kann oder der Stress ist wirklich anders als vor 30 Jahren.

 

So nutzt du Omega-3 richtig!

Menschen mit besonderem Bedarf sind Vegetarier, alte Menschen, Schwangere und Stillende, Babys, Kinder, Jugendliche (besonders die, die unter Hyperaktivität oder Konzentrationsschwierigkeiten leiden) sowie Personen, die unter Stress stehen und häufig/viel Alkohol trinken. Bei westlicher Ernährung steht DHA-haltiger Fisch jedoch nicht sehr häufig auf dem Speiseplan und dies resultiert auf lange Sicht in einem DHA-Mangel für das Gehirn.

Was können wir also tun?

Die Autoren empfehlen zum Ausgleich von Mangel 600-1200 mg und weisen darauf hin, dass Billigprodukte oft zu wenige enthalten. Oft sind nur 20 Prozent des Fischfettes Omega-3-Fett. Man sollte daher auf die Milligramm-Angaben auf der Packung achten.

Option 1 Frischer Fisch: Nimm ab sofort 1-2 Mal in der Woche fetten Seefisch auf den Speiseplan oder nimm Sie Fischölkapseln mit hohem DHA-Anteil und von Seefischen.

Option 2 Kapseln: Die Autoren weisen darauf hin, dass wir nicht genug Fisch essen und die Kapseln auch von der Schadstoffbilanz besser sind. Die Charité in Berlin fand heraus, dass nach sieben Monaten Einnahme von Omega-3-Kapseln merkliche Verbesserungen erzielt wurden. Deswegen ist eine Omega-3-Zufuhr als Ergänzung von moderner Ernährung nach Ansicht vieler Fachleute sinnvoll. Allerdings nur, wenn man die Kapseln dauerhaft einnimmt, einmal einen Monat die Kapseln zu schlucken, macht wenig Sinn.

Option 3 Fischöl: Sie empfehlen auf die Qualität zu achten und Öl aus Hochseefischen zu nehmen. In Aquakulturen werden über 300 chemische und biologische Mittel eingesetzt, die Fische sind mit Antibiotika, Hormonen und vielem mehr belastet. 26 der Stoffe stünden auf der Liste der krebsauslösenden Stoffe. Seefischöl aus nachhaltigem Fischfang ist empfehlenswert. Ebenso die Kombination mit natürlichem Vitamin E.

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