Lina lernt Lateinvokabeln. Sie sitzt schon ewig am Tisch und die Wörter finden einfach nicht den Weg in ihren Kopf. Dabei macht sie alles genau so, wie ihre Mutter es ihr erklärt hat: lesen, abschreiben, merken. Warum funktioniert das denn nicht? Bei ihrer Schwester hat es geklappt, die Mama hat so gelernt, nur Lina langweilt sich und lernt nichts….

Ganz einfach: Lina ist kein visueller Lerntyp. Nachdem sie herausgefunden hat, dass sie eher der Bewegungstyp ist, nimmt sie ihre Karteikarten mit aufs Trampolin. Hüpft auf und nieder und die Vokabeln hüpfen ins Gehirn. Vergnügt. Bei Max funktioniert es am besten, wenn er wie beim Fußball trippelt, und Anna kann sich die Vokabeln am leichtesten merken, wenn sie sie auf die Melodie ihres Lieblingssongs trällert.

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Mehrdimensional lernen

Wer seine bevorzugten Lernkanäle kennt, kann viel Zeit und Energie sparen. Dabei gilt allerdings immer: Menschen sollen mit allen Sinnen lernen, verschiedene Strategien für unterschiedliche Aufgaben nutzen und dabei immer mehrdimensional arbeiten. Denn das Gehirn liebt Abwechslung.

Was merken wir uns am besten? 20 Prozent dessen, was wir gehört haben. 30 Prozent dessen, was wir gelesen oder gesehen haben.  Aber schon 50 Prozent dessen, was wir gehört und gesehen haben. Und ganze 90 Prozent dessen, was wir selbst durchgeführt oder erfahren haben. Was heißt das für das Lernen? Möglichst viel durch Erfahrung und Erleben lernen, hilft den Stoff im Langzeitgedächtnis zu verankern.

Jedes Kind lernt anders

In der Schule bleibt das Lernen durch Erfahrung leider vielfach auf der Strecke. Was ist gefordert? Das Einprägen und Wiederholen von Lerninhalten leider sehr viel häufiger als spannende Lernerfahrungen. In einem Lerntypentest ermittle ich daher die Reihenfolge der präferierten Lernkanäle eines Kindes und prüfen eine Dominanz auf einer der beiden Gehirnhälften. Mit den Ergebnissen entwickeln wir geeignete Lernstrategien, passen sie den besonderen Vorlieben des Kindes an und entwickeln so eine individuelle Strategie für jedes Kind.

Visuelle Lerner bevorzugen dabei die optische Wahrnehmung. Sie speichern Lernstoff beim Lesen und beim Betrachten von Schaubildern und Filmen. Sie wissen beispielsweise genau, dass die gesuchte Vokabel links unten auf der Seite steht und merken sich Telefonnummern durch Aufschreiben. Geeignete Lernstrategien können hier unzählige Lernvideos auf youtube, Mindmaps und farbig gestaltete Texte und Schaubilder sein. Mit ABC-Listen lernt dieser Lerntyp spielerisch und seiner Phantasie entsprechend kann mit Kopfkino gearbeitet werden. Ein geordneter Schreibtisch ist wichtig, damit der Blick nicht gleich abgelenkt wird. Diese Kinder arbeiten manchmal zu oberflächlich und beteiligen sich mündlich zu wenig, weil ohnehin alles in einem Blick erfasst und klar ist. Da braucht es keine zusätzlichen Erklärungen mehr – so ihre Einschätzung.

Bewegen Schülerinnen die Lippen beim Lesen, lesen sie laut in Gedanken mit und sind auditiv besonders stark. Sie haben normalerweise weniger Probleme in der Schule und kommen hervorragend mit Frontalunterricht klar. Allerdings bereitet ihnen häufig die Rechtschreibung ein Problem, weil sie nach Gehör schreiben wollen. Vor lauter Details verlieren sie gelegentlich den Blick für das Wesentliche, Aufsätze sind gespickt mit Einzelheiten, lassen aber manchmal  den roten Faden vermissen. Vokabel lernen sie gut laut sprechend, am besten laufen sie dazu eine liegende Acht. Alternativ nehmen sie sie auf mp3 auf und hören sie immer wieder an. Zahlen merken sich auditive Lerntypen durch Rhythmus beim Sprechen: Reime, Sprüche, Eselsbrücken finden sie super. Sie lernen meist gut mit leiser Musik, da sie sich sonst durch Nebengeräusche zu leicht ablenken lassen. Wer auditiv nicht gut aufgestellt ist, sollte viele Hörspiele oder Hörbücher anhören, das stärkt den auditiven Kanal, der in der Schule sehr wichtig ist.

Kinästheten müssen Lernen erfahren und tun sich relativ schwer damit im Schulalltag. Sie lieben Experimente, wollen be-greifen, ausprobieren. Rollenspiele, Bastelaufgaben und Lernen durch Nachahmung sind hier die Stichworte. Zahlen merken sich diese Lerntypen mit guten Mnemotechniken. Besonders wichtig für diese Schülerinnen ist eine harmonische Lernumgebung, sie wollen sicher nicht am Schreibtisch lernen, sondern legen sich lieber gemütlich in eine kuschelige Ecke mit ihren Büchern. Eltern sollten das unbedingt zulassen, sonst wird es schwierig mit dem Lernalltag.

Sehr häufig hat der Bewegungstyp Lernschwierigkeiten, muss er doch den ganzen Tag wider seine Natur still sitzen und findet in der Schule kaum Anregung. Dabei sind Hüpfball und Trampolin eher sein Metier. Für ihn sind räumliches Lernen mit Bewegung wie in Power Englisch/Französisch oder Rechtschreibung ideal, wo Lerninhalte mit dem Körpergedächtnis abgespeichert werden. Life Kinetic und Bewegungsübungen ergänzen hier das Lerncoaching ideal.

Werden diese Kinder unkonzentriert, müssen sie aufstehen, ein Glas Wasser holen und sich kurz bewegen. Strukturen, Rhythmus, Verben klopfen und alle Übungen für die Konzentration tun ihnen gut. In der Schule erlauben manche Lehrer während der Schulaufgaben einen Kaugummi – und der hilft wirklich. Sonst kann man im Unterricht etwas in die Hand nehmen und kneten, damit die Aufmerksamkeit einigermaßen da bleibt. Da Bewegung für diese Kinder so wichtig ist, sollte hier nie Sport für Lernzeit geopfert werden. Die Stimmung könnte kippen, weil die Schüler immer unruhiger werden und sich immer weniger konzentrieren können.

Der kommunikative Lerntyp lebt im Austausch und in der Diskussion mit anderen auf. Diese Jugendlichen arbeiten am besten, wenn sie anderen erklären, wie etwas funktioniert, den Stoff in der Gruppe erarbeiten. Quiz und Interview sind passende Lernstrategien.

Nicht immer ist alles richtig ?

Je nach Lerntyp entstehen Präferenzen auch für verschiedene Fächer, Medien und Ansätze. Entspricht der auditiv-visuell orientierte Schulunterricht so gar nicht den eigenen Vorstellungen vom Lernen, ist am Nachmittag Kreativität gefragt, um die Motivation aufrechtzuerhalten. Und ganz wichtig für Eltern: Nicht was bei einem Kind funktioniert, ist für das nächste ebenfalls richtig. Lernen ist individuell und erfordert kreative, phantasievolle Wege, manchmal auch Coaching, wenn Familien alleine nicht weiterkommen oder zu viel Stress entsteht. Schließlich muss man für die Schüler auch noch die unterschiedlichen Fächer entsprechend bedienen, bis eine rundum ausgetüftelte Strategie steht.

Testen Sie einfach mit dem kurzen Lerntypentest, wie Ihr Kind dasteht. Dann können sie verschiedene neue Lerntipps ausprobieren und schauen, was Ihrem Kind taugt. Dabei stets ein bisschen Geduld haben, nicht alles klappt auf Anhieb. Und je nach Fach und Neigung die verschiedenen Punkte umsetzen. Der allerwichtigste ist dabei: Es muss Ihrem Kind gefallen. Meist probieren die Schüler aber gerne neue Ideen aus, entwickeln sie auch weiter und finden so ihre passende Strategie für den Schulalltag. Eine ausführliche Analyse auch mit Hilfe von wingwave und kinesologischem Muskeltest erarbeite ich gerne individuell, ebenso spezielle Problemstellungen. Ich freue mich auf Ihren Anruf! 089/37 98 69 98. Gruppentrainings starten meist zwei Mal im Jahr.

Wer sein Kinderzimmer mal nach Feng-Shui überprüfen will, findet hier eine Möglichkeit herauszufinden, ob eine bessere Lernatmosphäre geschaffen werden kann.

Hinweis: Lerncoaching ist eine Beratungsleistung, keine Nachhilfe und weder Heilbehandlung noch eine Therapie im Sinne des Psych THG/HPG. Lerncoaching richtet sich ausschließlich an psychisch Gesunde. Es findet keine Feststellung, Heilung oder Linderung von Krankheiten, Leiden oder Körperschäden statt.

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