Schulerfolg beginnt in deinem Kopf und zeigt sich dann auch im Zeugnis deines Kindes

Die häufigste Frage, die mir gestellt wird: „Was muss ich tun, damit mein Kind gerne lernt und bessere Noten schreibt?“ Noch häufiger höre ich jedoch ein Problem: „Ich finde deine Tipps und Ideen super, aber meine Situation ist so speziell, macht da ein solcher Minikurs – so eine Challenge oder was ich eben gerade anbiete – überhaupt Sinn? Ich habe schon so viel gemacht und ausprobiert, ich habe Angst, das wird wieder nichts.“

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Manchmal auch: „Mein Kind hat LRS/ADHS/Legasthenie, die Schule ist blöd, wir haben eine Lehrerin, die überhaupt kein Verständnis hat, mein Kind ist so unmotiviert, das wird doch eh nichts.“

Woher kommt das? Warum können wir uns so häufig einfach nicht vorstellen, dass ein Problem wirklich gelöst werden kann? Warum ist da so eine Grenze der Vorstellbarkeit, die wir einfach nicht überwinden? Sie lässt uns unsicher und zögerlich werden.

Die Grenze der Vorstellbarkeit überwinden

Tatsächlich sind diese Überlegungen uralt. Genauer gesagt kommen sie aus der Steinzeit, wo sie sogar überlebenswichtig waren. Wir, die wir heute Blogartikel schreiben und lesen können, haben überlebt, gerade weil unsere Vorfahren so vorsichtig waren und nicht jede neue Idee ohne zu prüfen einfach gemacht haben. Heute jedoch ist es nicht mehr ganz so lebensgefährlich, über diese Grenze zu gehen und etwas Neues zu wagen. Auch wenn wir nicht genau wissen, was uns erwartet, können wir etwas auszuprobieren und gleichzeitig ziemlich sicher sein, dass wir das überleben werden.

Diese Unsicherheit ist einer der wichtigste Grund dafür, warum das, was wir dann doch endlich mal wagen, am Ende nicht funktioniert. Paradox, oder? Wir wissen nicht, wie es gehen soll. Wir können es uns nicht vorstellen, geschweige denn fühlen. Ein entspanntes Familienleben trotz Schule. Kinder, die Spaß haben beim Lernen und selbstbewusst ihre Persönlichkeit entwickeln. Wir wissen es nicht.

Vielleicht haben wir es selbst nie erlebt, ganz sicher hat es uns niemand erklärt, wie das funktioniert. Niemand hat uns je erklärt, wie Lernen funktioniert. Entweder wir machen es intuitiv richtig oder es klappt halt nicht.

Warum hat uns das niemand erklärt?

Warum hat uns diese wichtige Fähigkeit nie jemand erklärt? Weil es nicht wichtig war. In früheren Generationen war es wichtig, brav zu sein, fleißig zu sein und fertig. Keine neuen Ideen, irritierenden Fragen bitte. Mach dein Ding und schau, dass etwas zu essen auf dem Tisch steht oder das Überleben in Kriegs- oder Hungerzeiten gesichert ist. Das ist tatsächlich eine Grundbildung, die da fehlt. Und da geht es nicht nur ums Lernen. Da geht es ganz allgemein darum, seine Ziele zu erreichen und glücklich zu sein. Das ist erst seit Kurzem ein Thema in der Gesellschaft.

Erst heute beschäftigen wir uns wirklich damit, wie es uns eigentlich geht. Wünschen uns nicht nur genug zu essen, sondern ein schönes Leben. Zufriedenheit, Glück und haben sogar Träume, wollen Potenziale wecken.

Manager waren die ersten, die gelernt haben, wie man seine Ziele erreicht, indem man sie sich vorstellt, sie fühlt und womöglich schon dankbar ist für etwas, was man erst in der Zukunft bekommt. Die Geschäftswelt macht es uns vor und hat es ausgiebig bewiesen, dass es genau so funktioniert. „Ich habe ein entspanntes und fröhliches Familienleben. Meine Kinder lernen leicht und mit Spaß.“

Kommt dir komisch vor? Dann probiere mal: „Ich bin auf dem schnellsten Weg zu einem entspannten Familienleben.“ Geht schon besser, oder? Da macht der Kopf leichter mit.

Wenn das geschafft ist, kommt die Ungeduld ins Spiel. „Jetzt habe ich es mir schon dreimal vorgestellt. Wann kommt es denn endlich?“ Und die macht dann alles wieder kaputt. Weil du raus bist aus dem entspannten Gefühl. Ungeduld sind Zweifel und Angst in Verkleidung. Deswegen erkennst du sie nicht gleich. Denkst vielleicht sogar: „Das ist gut, so komme ich schneller ans Ziel“ und merkst nicht, wie du dich selbst sabotierst.

Mindsetarbeit = deine Einstellung, deine Erwartung, deine Haltung verändern

Keine Frage, es ist manchmal echt schwierig. Die Vorstellung der Vision, des Ziels ist schwierig, das Fühlen noch schwerer. Einfach nur formulieren, reicht jedoch leider nicht.

Der Prozess, den ich dir gerade ansatzweise nähergebracht habe, nennt sich Mindsetarbeit. Dein „Mind,“ also deine Einstellung, deine Erwartung, deine Haltung hat eine bestimmte Einstellung und die gilt es zu verändern, weil du etwas ändern willst. Das erfordert eine ganze Menge Engagement und Dranbleiben. Vor allem dann, wenn nichts da ist, an das dein Gehirn andocken kann. Du vielleicht selbst in deiner Kindheit Schule schon doof fandest und die Schwierigkeiten deines Kindes aus eigener Erfahrung kennst.

Aber es geht. Mit ganz kleinen Schritten und viel Humor am allerbesten (das machen wir ab nächster Woche im kostenfreien Minikurs). Und jede kann das erreichen, wenn ich das auch geschafft habe. Und davon bin ich felsenfest überzeugt.

Die meisten Menschen setzen aber auch einen Schritt zu spät an beim Erreichen ihrer Ziele. Kümmern sich um Hausaufgaben, Mathe und Latein. Dabei ist der Kopf noch gar nicht bereit. Das ist nämlich immer der erste Schritt, auch wenn du es dir gar nicht vorstellen kannst. Zuerst geht es gar nicht um Lernstrategien. Brauchst du keine Tipps und Arbeitsblätter, auf die wir uns so gerne stürzen. Eine Checkliste zum Abarbeiten und schon geht’s hoffen wir.

Schulerfolg beginnt im Kopf (der Mütter)

Ich sage: Lernerfolg beginnt im Kopf (der Mutter). Du hast dein Ziel vor Augen. Bist bereit, die Lücke zum derzeitigen JETZT zu überwinden und investierst dafür Zeit und Energie. Tust dich mit Gleichgesinnten zusammen, die in der gleichen Energie unterwegs sind – so wie in unserer Gruppe – und schon geht’s leichter. Gleichgesinnte sind eine echte Abkürzung.

Wenn du denkst: NEIN. Das habe ich ja noch nie gehört, dass Schulerfolg im Kopf beginnt. Schau mal zu den Managern, schau mal zu den Sportlern, Schauspielern. Die haben diesen Weg alle schon entdeckt und haben Mentalcoaches. Keine Trainer.

Zugegeben, das ist nicht alltäglich. Das haben vor allem die Erfolgreichen. Aber stört dich das? Sie alle wollen den Stress des Abstrampelns nicht mehr. Stress macht angespannt. Stress verhindert eine fröhliche Kindheit und ein entspanntes Familienleben. Weil unter Stress alles viel schwieriger funktioniert.

Und die Kinder holen auf: Die Burnout-Rate bei Jugendlichen ist laut Studien bereits höher als unter Managern. Die Rate unter den Müttern steigt ebenfalls rasant.

Und zum Schluss noch ein gewichtiges Argument: Wenn das mit den Checklisten und Lerntipps so einfach wäre, dann hätte doch längst jedes Kind Schulerfolg. Dann würde das doch auch klappen. Genauso wenig wie du deine Gehaltsverhandlung erfolgreich machst, nur weil du ein Buch gelesen hast, genauso wenig funktionieren alle anderen Tipps und Anleitungen für sich alleine. Davor kommt immer der Kopf.

„Egal, ob du glaubst du schaffst es oder ob du glaubst, du schaffst es nicht, es wird genau so kommen.“ Das wusste bereits Henry Ford.

Das war jetzt zugegebenermaßen etwas viel. Eigenverantwortung für Gedanken und Schulerfolg. Dazu eine ganze Menge Erklärungen, wie Gedanken dann auch Wirklichkeit werden. Schreib mir, was du davon hältst.

Foto: Dominik Pfau

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