Schulstress ist Familienstress. Kennen Sie das auch? Wir Mütter wollen (fast) alle, dass unsere Kinder erfolgreich durch die Schule kommen. Wenn die Noten nicht stimmen, unterstützen wir deshalb unsere Sprösslinge: Wir schicken Sie in Kurse und Nachhilfestunden, hören Vokabeln ab, helfen bei Referaten. Trotzdem klappt es nicht immer. Wir fragen nach, drängeln, treiben an, doch die Kinder haben einfach keine Lust zum Lernen. Stress entsteht, die Noten werden schlechter, die Eltern gereizter. Wenn Sie keine Nerven haben, diesen Zustand weiter mitzumachen, müssen Sie etwas ändern. Wenn Sie wollen, dass Ihr Kind endlich selbständig lernt, übergeben Sie ihm oder ihr schrittweise die Verantwortung dafür.

Verantwortung übernehmen ist nicht leicht und oft auch nicht sehr populär. Die Schüler sehen bei vielen Erwachsenen, dass auch diese nicht für ihre Projekte, ihre Wünsche, ihre Ansichten einstehen. Oft fehlt der Mut, manchmal die Energie. Verantwortung ist nicht immer bequem. Gerade deswegen ist es umso wichtiger, dass wir ihnen beibringen, für ihre Belange einzustehen. Zwei Dinge sollten Kinder von ihren Eltern bekommen, Wurzeln und Flügel. Daran hat sich seit Goethe nichts geändert. Wurzeln, also Basiskenntnisse, Fähigkeiten, Werte und Arbeitsweisen haben wir ihnen vermittelt. Jetzt geht es um die Flügel, sie müssen alleine lernen. Wir gehen weg vom Helikopter-Elterndasein und vermitteln ihnen, dass sie selbst ihren Weg finden müssen, erwachsen werden. Irgendwann in der Mittelstufe ist man an diesem Punkt.

Ältere Schüler müssen eigenverantwortlich lernen

Wir sollten ihnen bis zu dieser Zeit vermittelt haben, was uns wichtig ist. Welche Eigenschaften, Werte, Fähigkeiten im Leben zählen. Uns selbst muss klar sein, was wir für sie erreichen wollen und was wirklich wichtig ist. Eltern verabschieden sich an diesem Punkt ein Stück weit von ihrem Perfektionismus und verlieren ein Stück weit die Kontrolle über ihre Kinder. Das ist gut so. Wir haben über viele Jahre bestimmt, wie das Leben der Kinder abläuft. Wenn etwas nicht funktioniert hat oder schwierig war, haben wir es für unsere Söhne und Töchter erledigt. Sie konnten sich darauf verlassen, dass wir hinter ihnen stehen, dass wir da sind und jederzeit helfen.

Daran wird sich nichts ändern, aber wir fangen sie nicht mehr in jeder misslichen Lage auf, sondern lassen sie selbst ihre Erfahrungen machen und groß werden. Dabei müssen wir uns auch von manchem Glaubenssatz verabschieden, manchen Anspruch reduzieren. Wir müssen lernen, den Blickwinkel zu verändern: Was wünschen wir uns für die Zukunft unserer Kinder? Das sind oft nur ganz wenige, wichtige Dinge, die wir ihnen mit auf den Weg geben wollen, aber die müssen uns ganz klar sein. Mut, Vertrauen, Selbstbewusstsein gehören dazu. Und was wünschen sich die Kinder? Jetzt gilt es, die Wünsche in Einklang zu bringen und herauszufinden, was die wichtigsten Grundsteine für alle sind.

Wenn diese Punkte geklärt sind, können wir Schritt für Schritt dazu übergehen, den Kindern mehr Verantwortung zu übergeben. Das fängt irgendwann an mit der Ordnung im Zimmer und hört mit der Verantwortung für das eigene Leben auf. Das Lernen kommt irgendwo dazwischen. Auch hier kann man in Ruhe klären, was die Ziele sind, wo das Kind hin will und ihm dann nach und nach Aufgaben übertragen, die es selbst erledigen und entscheiden kann. Das Zepter übergeben, heißt natürlich nicht, sich gar nicht mehr zu kümmern oder die Kontrolle vollständig zu verlieren.

Schritt für Schritt Verantwortung übergeben

Wollen Sie erfahren, wie das funktioniert? Schreiben Sie an petra@petratrautwein.com, wenn Sie sich für den Elternworkshop interessieren.

Gute Eltern sind immer da für ihre Kinder, aber sie nehmen ihnen nicht alles ab. Damit reduzieren sich Stress und Streit, und die Söhne und Töchter bekommen die Gewissheit, dass wir ihnen auch etwas zutrauen. Wenn sie uns brauchen, sind wir da. Aber wir nerven nicht mehr, drängeln nicht mehr, zwingen sie nicht zu ihrem Glück. Ob es funktioniert? Das ist ein Lernprozess. Und der erfordert immer wieder ein Umdenken, ein Loslassen, Vertrauen und Zutrauen. Das müssen wir den Kindern ganz klar machen. Unterstützung bekommen sie nach wie vor. Aber sie müssen sie einfordern, sie wird nicht aufgedrängt. Regeln und Vereinbarungen helfen zu klären, wer wofür verantwortlich ist. Auch zwischen den Eltern. So eine Entwicklung klappt nur, wenn alle mit im Boot sind.

Dabei müssen die Kinder auch lernen, mit Misserfolgen klar zu kommen. Auch hierfür die Verantwortung zu übernehmen und sie nicht Lehrern, der Schule, dem Fach zuzuschieben. Mehr und mehr entscheiden sie selbst. Das gibt ihnen und uns ein Gefühl der Freiheit. Sie haben es in der Hand, was mit ihnen passiert. Können aber auch keinem die Schuld in die Schuhe schieben.

Wenn Kinder erkennen können, welche Wirkungen ihr Tun hat, sind sie auch in der Lage, die Verantwortung dafür zu übernehmen. Kleine Kinder machen die Dinge einfach, ohne zu wissen und zu überlegen, was passieren wird. Später wird auch von ihnen schon erwartet, die Verantwortung für ihr Handeln zu übernehmen, weil sie die Folgen kennen.

Nehmen Kinder ihr Lernen selbst in die Hand, können sie es auch gestalten und den Erfolg genießen. Verantwortung zu übernehmen für  sein Lernen, heißt entscheiden, dass sie lernen. Überlassen sie die Verantwortung den Anderen, den äußeren Umständen, dem Glück, machen sie auch ihren Erfolg kaputt. Jugendliche lernen für sich. Nicht für die Eltern, die Lehrer und auch nicht wirklich für die guten Noten. Für sich, ihre Träume, ihr Leben. Denn gute Noten öffnen eben mehr Wege als schlechte. Schülerinnen und Schüler setzen Prioritäten, entscheiden, wann sie was lernen und wie. Sie sind auf dem Weg zum Selbständig- und Erwachsen werden. Und wir Eltern sollten auch mehr erlauben, wenn unsere Kinder bereit sind, Verantwortung zu übernehmen und besser Lernen.

Wir brauchen verantwortungsbewusste Menschen und müssen ihnen dies beibringen. Als Erwachsene bewirken sie etwas, engagieren sich. Jemand, der sich scheut, Verantwortung zu übernehmen, wir niemals etwas bewegen. Lassen wir die Kinder üben beim Lernen. Erfahrungen sammeln auf dem Weg zum verantwortungsbewussten Erwachsenen. Spüren Sie in sich hinein: Sind Sie bereit, Verantwortung an Ihr Kind zu übergeben? Denn nur dann kann dieser Schritt auch gelingen. Es gehören zwei Menschen zu diesem wichtigen Schritte: einer, der die Verantwortung übernimmt und einer, der sie übergibt. Sind Sie bereit Kontrolle abzugeben und zu vertrauen? Haben Sie Geduld?

Erfahren Sie in einem  neu konzipierten Elternworkshop wie es gehen kann. Schritt für Schritt erarbeiten wir uns Strategien, wie wir die Verantwortung an unsere Kinder übergeben und ihnen klar machen, dass sie selbst für ihr Lernen verantwortlich sind. Was ist Ihnen wichtig? Wie kommunizieren Sie? Was sind unsere Ziele und was wollen wir wirklich unseren Kindern mitgeben? An zwei Abenden erarbeiten wir in der Gruppe, wie es funktionieren kann, tauschen uns aus, helfen uns gegenseitig. Nach dem Workshop gibt es noch sechs Monate E-Mail Support und Austausch in einer geschlossenen Facebook Gruppe, wenn gewünscht. So profitieren wir langfristig, tauschen uns aus und erproben unsere Strategien und Schritte. Bei Interesse klicken Sie hier. Ich freue mich auf Ihre Kommentare.

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