Was heißt das überhaupt, sich konzentrieren? Die Katze richtet Ihre gesamte Aufmerksamkeit mit starrem Blick auf das Mäuseloch, damit die Maus nicht entwischt. Und wir Menschen lenken unsere Aufmerksamkeit auf ein bestimmtes Thema wie den Strahl einer Taschenlampe. Willentlich und für eine bestimmte Zeit, unabhängig von Ort und äußeren Umständen.

Was lenkt Dich ab? Wirst du in der Schule abgelenkt, weil ein Kind Dich ärgert und Du Dir ständig überlegst, was dieser als nächstes tun wird, anstatt Dich auf Mathe oder Deutsch zu fokussieren? Drei Fragen gilt es zu klären, wenn es um Konzentration geht:

  1. Haben wir die Gedanken unter Kontrolle?
  2. Können wir uns vor äußeren Einflüssen abschotten?
  3. Stimmen die Voraussetzungen, um konzentriert zu arbeiten?

Die Gedanken unter Kontrolle

Häufig klappt aber das Arbeiten zuhause nicht, weil störende Gedanken wie Kobolde immer wieder dazwischen funken. Dann hilft es, zunächst einmal den Gedanken und Gefühlen Zeit zu geben. Fünf oder zehn Minuten investieren und an alles denken, was stört und was damit zu tun haben könnte. In dieser Gedankenpause denkt Ihr nur an die Störung und hört nicht früher damit auf. Ihr werdet merken, dass Ihr gar nicht so lange braucht.

Gedankenkobolde aufschreiben oder in eine Gedankenschachtel packen. So werden sie auf keinen Fall vergessen! Bastelt Euch einen schönen Umschlag, legt ihn Euch auf den Schreibtisch, und wann immer ein Kobold auftaucht, schreibt ihr einen kleinen Zettel mit dem Gedanke und steckt ihn dann in den Umschlag. So könnt Ihr sicher sein,  nichts zu vergessen, konzentriert Euch aber im Moment auf den Lernstoff.

Handycheck sollte alle 30 oder 60 Minuten je nach Alter ebenfalls eingeplant werden, damit nicht ständig überlegt wird, ob man nichts Wichtiges verpasst.

Wer sich leichter fokussieren will, kann auf dem Weg dorthin – also während er oder sie sich an den Schreibtisch setzt, den Computer hochfährt, die Unterlagen zurecht legt – sein eigenes Tun kommentieren: „Ich setze mich, hole die Bücher, schlage mein Heft auf, sehe mir die Aufgabe an, packe meinen Stift aus….“ Dabei bündelt Ihr die Aufmerksamkeit immer mehr auf die anstehende Aufgabe. Je häufiger Kinder dies tun, desto schneller gelingt es ihnen mit der Zeit. Ein tolles Ritual, das wirklich hilft.

Abschottung nach außen

Am einfachsten ist es, die Ablenkung auszusperren: Macht Euch ein Schild an die Tür: Lernstelle – betreten verboten. Wenn sie das sehen, bleiben Eltern und Geschwister auf alle Fälle draußen.

Besorgt Ohrstöpsel oder Kopfhörer für Kinder mit auditiven Wahrnehmungsproblemen. Diese lassen sich extrem schnell von Nebengeräuschen ablenken und können sich mit Kopfhörern beim Lernen viel besser konzentrieren.

Schafft einen Handyparkplatz in Entfernung zum Zimmer, so dass kein Piepen zu hören ist. Schließt die Tür. Und das Handy wird nur zu den vereinbarten Zeiten kontrolliert. Das ist die wichtigste Maßnahme für Konzentration – für Erwachsene und Kinder.

Da man Störungen von außen nicht immer abstellen kann, ist es wichtig, Strategien zu entwickeln damit umzugehen. Nicht selten ist der Lärmpegel im Klassenzimmer hoch, Kinder spazieren durchs Klassenzimmer, Lärm von der Straße stört. Hier hilft es Schülern wie Erwachsenen, wenn sie lernen, sich mental abzuschotten. Innere Bilder helfen dabei:  Stellt Euch vor Ihr tragt eine Glaskapsel um den Kopf, wie die Astronauten auf dem Mond oder Kopfhörer auf den Ohren. Nehmt nur wahr, worauf Ihr konzentriert seid und blendet alles andere aus. Störungen sind da, aber Ihr registriert sie nicht mehr.

Kinder können mit BrainGym® oder Lifekinetik üben, damit diese Strategien besser funktionieren.

Grundvoraussetzungen für Konzentration

Kinder müssen sich ausreichend bewegen, viel trinken, auf gesunde Ernährung mit wenig Zucker und wertvollen Kohlehydraten als Energielieferanten achten. Entspannung: Radfahren, , lesen, chillen,  mit Freunden treffen, basteln, handarbeiten – hier kann jeder seinen persönlichen Vorlieben nachgehen. Und als allgemeine Arbeitsstrategie für mehr Konzentration, sollte man stets eins nach dem anderen erledigen – nicht alles gleichzeitig.

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